Dienstkarossen der TIWAG-Chefs

Warum die horrenden Strompreise
unbedingt nötig sind

Sonst ginge es sich nicht aus, dass jeder der drei TIWAG-Vorstände täglich 1.160 Euro als Gehalt kassiert.

Und sonst könnten sich die TIWAG-Bonzen nicht solche SUVs als Dienstkarossen zulegen.  

3.3.2024

Ötztaler Gemeinden gegen Ableitungen

Das Ötztal ist geschlossen gegen
die Ableitung von Gurgler und Venter Ache

Nachdem der Gemeinderat von Sölden mit dieser klaren Festlegung

„Unverhandelbar ist, dass das Ötztaler Wasser im Ötztal verbleibt und es zu keiner Überleitung des Ötztaler Wassers ins Kaunertal (oder in ein anderes Tal) kommt.“

vorausgegangen ist, haben sich auch die Nachbargemeinden klar gegen die Ableitung der Gurgler und der Venter Ache ausgesprochen.

1.3.2024

Spülungen Horlach und Gurgl/Vent

Weiß die TIWAG,
was sie da im Ötztal anrichten würde?

In die Wasserfassung im Horlachtal (Gemeinde Umhausen) fließt der kleine Finstertalbach und der  Zwieseltalbach. Nur Letzterer hat einen Gletscher hinter sich, wenn auch einen sehr kleinen, einen Gletscher-Bonsai sozusagen, im Vergleich zu den Innerötztaler Gletschern ein etwas größeres Schneefeld. Entsprechend wenig Gletscherschliff und Geschiebe führt der Zwieselbachferner mit sich und entsprechend selten muss die Entsanderkammer bei der Wasserfassung freigespült werden.

 

Laut einer TIWAG-internen Aufzeichnung waren das im Sommer 2003, ein ähnlich heißer Sommer wie 2022 oder 2023, „30 Spülungen auf Grund der hohen Temperaturen und der daraus folgenden Gletschermelze“.

 

Wie gesagt, hinten droben der Rest eines Mini-Gletschers und insgesamt ein sehr kleines Einzugsgebiet. Das ergibt für die  Wasserfassung (WF) Horlach eine jährliche Ableitung ins Kühtai von ca. 25 Mio. m3.

Die Gletscherflächen der Einzugsgebiete von Vent und Gurgl und die Andeutung eines Gletschers im Zwieselbachtal.

Die geplante Wasserfassung der TIWAG in Gurgl würde, wenn sie käme (tut sie aber nicht), 106 Mio. m³ Wasser einziehen, also mehr als das Vierfache jener im Horlachtal, die Wasserfassung in Vent 188 Mio. m³, das Siebeneinhalbfache.

 

Und was für Wasser im Vergleich zu Umhausen! Was für eine mitgeführte Wasserfracht aus den 12 Zuflüssen in die Gurgler und den 19 Zuflüssen in die Venter Ache!

 

Das kann nur heißen, dass sowohl in Gurgl als auch in Vent zumindest im Sommerhalbjahr mindestens jeden Tag mindestens einmal die Anlage durchgeputzt werden müsste. Dies geschieht bei den Tiroler Wehren der TIWAG automatisch und ohne jede Vorwarnung.

29.2.2024

Sie können’s einfach nicht lassen

Sie können's einfach nicht lassen

Das Bezirksgericht Innsbruck hat die TIWAG mit Urteil 60C 65/23w vom 29.1.2024 ganz klar der Unwahrheit überführt. Anders als von ihr ständig behauptet, beliefert sie ihre Tiroler Kunden eben nicht mit „sauberer Energie“, sondern auch mit importiertem Mischstrom (Wasserkraft / Kohle / Wind / Atom …).

 

Trotzdem lässt sie von ihrer alten Werbelüge nicht ab.

Innsbruck, Februar 2024

Ja, die TIWAG produziert „saubere Energie“. Was sie exportiert, ist tatsächlich „saubere Energie“.

 

Der Slogan müsste also lauten:

Saubere Energie für Tirol aus Tirol“

Oder:

Saubere Schmutzige Energie für Tirol

Macht sich aber bei weitem nicht so gut an der TIWAG-Fassade.

28.2.2024

90 km Umweg der Gurgler Bäche

Träum weiter, TIWAG!

Alle Gletscherbäche von Gurgl, die seit urdenklichen Zeiten mit der Ötztaler Ache auf kürzestem Wege im heutigen Gemeindegebiet von Haiming in den Inn münden, sollten nach den Träumereien der TIWAG einen 90 Kilometer langen Umweg übers Obere Gericht nehmen bis sie bei Haiming wiederum in den Inn fließen könnten.

26.2.2024

Achtung TIWAG

Achtung TIWAG! Achtung Gefahr!

Die TIWAG sagt es ja selbst: Überall, wo sie auftaucht, ist allerhöchste Vorsicht geboten.

Wir sollten diese Warnung ernstnehmen.

25.2.2024

Diesen Beitrag teilen:

Müssen die TIWAG-Vorstände jetzt haften

Nach dem Strompreis-Urteil:
Müssen die Vorstände jetzt persönlich haften?

Natürlich nicht.

Haften die TIWAG-Vorstände überhaupt jemals für eine folgenschwere Fehlentscheidung mit ihrem Privatvermögen?

 

Niemals. Ich sag nur „D&O“.

D&O? „Directors- & Officers“-Versicherung.

Und wer bezahlt die Versicherung?

Wir. Mit dem Strompreis.

TIWAG-Geschäftsbericht 2022

Damit haften die Vorstände auch nicht für die sinnlos hinausgeworfenen 250 Millionen Euro für das nicht realisierbare Projekt Kaunertal-Ausbau.

24.2.2024

„Shits4Kids“

"Shits4Kids"

Die TIWAG hat einen neuen Comic aufgelegt. Mit neuen alten Märchen für die „lieben Kinder“.

Märchen haben oft einen wahren Kern. Auch dieses.

 

Ja, Atomkraftwerke sind böse. Sehr böse sogar.

Aber was die „lieben Kinder“ nicht wissen dürfen:

Der böse, böse Atomstrom aus den bösen, bösen Atomkraftwerken ist auch im Pumpstrom enthalten, mit dem die TIWAG das Wasser aus dem Längentalspeicher in den Finstertalspeicher hinaufpumpt, um damit ihre – räusper, räusper – 100%-Wasserkraft zu erzeugen.

22.2.2024

Die Loser Speckle und Müller

  • Die TIWAG hat sich den Ötztaler Alexander Speckle in den Vorstand geholt, um das Kaunertal-Projekt gegen den Widerstand der Ötztaler doch noch durchsetzen zu können.
  • Die TIWAG hat sich die Beratungsagentur Clavis von Ulrich Müller geholt, detto, um das Kaunertal-Projekt gegen den Widerstand der Ötztaler doch noch durchsetzen zu können.

Speckle war vorher viele Jahre lang beim bekannten Ingenieur- und Beratungsunternehmen ILF. Von dort aus war er maßgeblich involviert in das Projekt des Zusammenschlusses der Skigebiete Hochoetz und Kühtai. Alexander Speckle wohnt in Oetz, sein Bruder Mathias ist Betriebsleiter der Bergbahnen Hochoetz.

 

Ulrich Müller sollte mit seiner Agentur das Scheitern dieses Projekts am Widerstand vieler Einheimischer „durch einen breit angelegten Diskussionsprozess“ mit den Gegnern verhindern und das Vorhaben in irgendeiner Form retten. Beauftragt und bezahlt von den Skigebietsbetreibern.

 

Speckle ist gescheitert.

Müller ist gescheitert.

Jetzt sind die beiden Loser dabei, ebenso kläglich zu scheitern bei der Durchsetzung des Projekts Kaunertal. Speckle als für den Kraftwerksbau zuständiger TIWAG-Vorstand, Müller als Chef der von der TIWAG beauftragten und bezahlten Agentur Clavis mit seinem „Informationsdialog“ nach dem Muster Hochoetz-Kühtai.  

21.2.2024

Ein Köder namens „Zukunftspaket“

Ein Köder namens „Zukunftspaket“

Von den jämmerlichen „Ausgleichzahlungen“ der TIWAG für die geraubten Bäche und die schweren Eingriffe in die alpine Naturlandschaft im Stubai und im Ötztal war unten bereits die Rede (15.1.2024 und 23.1.2024).

Zusätzlich hat die TIWAG den durch das Kühtai-Projekt geschädigten Gemeinden (Längenfeld, Umhausen, Oetz, Sautens, Roppen, Haiming, Silz, Mötz, Stams, Neustift und Fulpmes) noch Gelder für die jeweilige regionale wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht gestellt, sogenannte „Zukunftspakete“.

Aus Ankündigungen und Protokollen der TIWAG

Und? Gibt es diese „Zukunftspakete“?

 

Nein. Sie waren auch nie ernst gemeint.

 

Sie waren nur als Köder für die „Absicherung der Zustimmung“ zum Projekt gedacht:

Das in die Auseinandersetzung gebrachte Thema „Zukunftspaket“ sollte bloß dafür sorgen, dass andere Themen weniger intensiv wahrgenommen werden:

Das Reden über ein „Zukunftspaket“ war von der TIWAG nur als Ablenkung gedacht:

Aus internen Strategiepapieren der TIWAG

Versprochen. Gebrochen.

19.2.2024

TIWAG gibt Etikettenschwindel zu

Die TIWAG gibt den Etikettenschwindel zu

Im von der AK Tirol geführten Prozess gegen die TIWAG ging es im Kern um die Zusammensetzung des Stroms, den die TIWAG ihren Kunden (viel zu teuer) liefert. Dabei musste sie vor Gericht selber eingestehen, welch aufgelegter Schwindel es ist, was sie uns als sauberen und teuren „Ökostrom aus 100% Wasserkraft“ verkauft.

TIWAG-Werbung (links), TIWAG-Geständnis am Bezirksgericht Innsbruck (Urteil vom 29. Jänner 2024)

Da sich das Wasser für die Stromerzeugung in letzter Zeit naturgemäß nicht verteuert hat, die TIWAG aber die Preise für ihren angeblich 100%igen Strom aus Wasserkraft massiv angehoben hat, musste sie vor Gericht mit der Wahrheit herausrücken, dass sie den günstig erzeugten Strom aus unserem Wasser an der Börse teuer verkauft und für uns dort vielfach Mischstrom „aus unbekannter Herkunft“ billig einkauft und an uns liefert. Das heißt eben auch aus Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken.

 

Und zwar mit dem Etikett – siehe oben.

 

Das ist so, als würde man einem alten Diesler eine grüne Nummerntafel verpassen. Am Karren dahinter ändert sich damit nichts.

17.2.2024

Aulitzky zum Niederschlagsmangel im hinteren Ötztal

Gurgler und Venter Ache
müssen im Ötztal bleiben ...

… auch deswegen, weil das Ötztal extrem niederschlagsarm ist 

Univ.-Prof. Herbert Aulitzky (hier mit Univ.-Prof. Gernot Patzelt an der Venter Ache gleich unterhalb der geplanten Wasserfassung) hat sich 35 Jahre lang mit einschlägigen Forschungsarbeiten im Ötztal befasst.

16.2.2024

Voll gegen die Wand

Voll gegen die Wand

Es war beim jüngsten Besuch der TIWAG (eskortiert von ihrer Beratungsagentur) im Oberen Gericht und lange nachdem ihr aus dem Ötztal bereits ein für allemal klar gemacht worden war, dass wir uns die Gurgler und die Venter Ache auf gar keinen Fall wegnehmen lassen …

 

… als der Projektleiter für den Kaunertalausbau gefragt wurde, ob die TIWAG denn angesichts dieser unverrückbaren Tatsache einen Plan B habe.

 

Die Antwort der TIWAG laut Gesprächsprotokoll der Agentur Clavis:

„Es gibt keinen Plan B.“

Voll gegen die Wand kann sehr schmerzhaft sein.

Vor allem, wenn es mit soviel Anlauf geschieht.

15.2.2024

Windbeutel Dornauer

Der Windbeutel

Fortsetzung des gestrigen Beitrags

Das Strategiepapier Dornauers aus dem Jahre 2019, das als PDF den Titel „Kommunikationsplan für SPÖ gegen Projekte der Tiwag“ und den Vermerk „vertraulich“ trägt, ist ein minutiös ausgearbeitetes Konzept in Bezug auf Pressearbeit, Veranstaltungen, Social-Media-Aktivitäten usw.

Seite aus dem 15-seitigen Strategiepapier

Dornauers Plan gegen den Ausbau des Kaunertalkraftwerks beinhaltet in gewohnt heilloser Selbstüberschätzung ungefragt u.a. einen „Gastkommentar“ in der Tiroler Tageszeitung, ein „Interview“ ebendort, weiters einen „Gastkommentar im Standard“, einen „Artikel im Trend“, „2 – 3 Postings pro Woche auf den Social-Media-Kanälen“ und gleich mehrere „Interviews in ZIB 2, Puls 4 und Servus TV“.

Und jetzt?

 

Jetzt so:

Tiroler Tageszeitung, 25.1.2024

13.2.2024

Einer schert aus – Teil II

Kaunertal-Ausbau
Das erste Mitglied der Tiroler Landesregierung schert aus

Teil II

Fortsetzung vom 6.2.2024

Wer ist es?

Hoppala! Gegen die ÖVP?

 

Dann wird’s wohl nicht …? Dann wird’s … Dann wird’s wohl der mit dem Porsche sein, der mit dem Jagdgewehr.

 

Nein, der ist doch für den Ausbau des Kaunertalkraftwerks.

 

Ja, jetzt!

 

Die starken Sager stammen aus der Zeit, bevor er sich in die ÖVP-Landesregierung hineingeschleimt hat.

Alles wortwörtliche Zitate aus einem Strategiepapier, das sich „Kommunikationsplan für Dr. Georg Dornauer (SPÖ Tirol)“ nennt.

Morgen mehr.

12.2.2024

Alte Lügen im neuen Comic-Strip

Die alten Lügen werden
durch neue Wiederholungen nicht wahrer

In einem aktuellen Comic-Strip versucht die TIWAG wieder einmal, die „Kids“ über den von ihr eingesetzten Pumpstrom Länge mal Breite anzuschmieren.

 

Nein, der billige Pumpstrom der TIWAG für das Kraftwerk Kühtai ist mangels Nachtsonne kein Sonnenstrom aus Italien oder Bayern.

Und nein, er kommt aufgrund fehlender Stromtrassen vom Norden Deutschlands in den Süden auch nicht von Windkraftanlagen in der Nordsee.

Der Strom, mit dem die TIWAG pumpt, kommt nach wie vor und auch in Zukunft aus dem europäischen Stromsee, in den auch jede Menge Strom aus Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken fließen.

10.2.2024

Beitrag des Ötztales

„Das Ötztal muss auch seinen Beitrag leisten!“

Das Ötztal leistet seinen Beitrag!

Auch der in den drei privaten Kraftwerken (Windache, Rettenbach und Pollesbach) erzeugte Strom fließt ins TIWAG-Netz. Und die weiteren Wasserfassungen im Sulztal und im Horlachtal leiten die Bäche zur Kraftwerksgruppe der TIWAG ins Kühtai ab.   

8.2.2024

Pumpstationen im Sulztal und im Stubai

Zwei Tiroler Bäche werden künftig
mit Tiroler Strom hinaufgepumpt,
um Strom für Deutschland zu erzeugen

Weil die Wasserfassungen des Fischbaches im Sulztal (Längenfeld) und des Unterbergbaches im Stubai tiefer liegen als die Überleitungen ins Kühtai, „müssen“ beide Bäche in den Stollen, der zum Speicher im Längental führt, hinaufgepumpt werden. Laufend. Ständig. Durchgehend. Mit Strom.

 

Mit Strom, der über zu verlegende Mittelspannungskabel zu den beiden Pumpstationen führt. Strom aus dem in Bau befindlichen Kraftwerk Kühtai 2. Das ja errichtet wird, um den dort erzeugten Strom zu exportieren.

Die Pumpstationen am Unterbergbach im Stubai und am Fischbach im Ötztal (Visualisierungen durch die TIWAG)

Das heißt, mit einem Teil des eingezogenen Wassers wird Strom erzeugt zum Hinaufpumpen der beiden Bäche zur Stromerzeugung für Deutschland.

Kompliziert? Ja. Absurd auch? Ja.

Aber es geht bei der TIWAG ja um Profitmaximierung und nichts anderes.  

 

Aufgewendet werden müssen für die beiden Pumpbetriebe zusammen ca. zehn bis zwölf Gigawattstunden pro Jahr. Das ist der Stromverbrauch von rund 3000 Tiroler Haushalten.

5.2.2024

Clavis bereitet Windpark des Verbund vor

Die TIWAG-Agentur Clavis
bereitet ein Windpark-Projekt vor

Nein, nicht für die TIWAG. Für den Verbund.

Lustig ist, dass Clavis diesen Auftrag für das Windkraft-Projekt vom Verbund prominent auf der Webseite präsentiert, während sie den Auftrag der TIWAG für das Projekt Kraftwerkskette Kaunertal-Prutz-Imst-Haiming so versteckt, dass man ihn erst über die Such-Funktion aufspüren muss.

Die Arbeit für die TIWAG ist wohl schlecht für das Image der Agentur.

 

Im Unterschied zum – auch finanziell lukrativen – Großauftrag der TIWAG führt Clavis aber kleine und kleinste Beratungstätigkeiten auf der Homepage sehr wohl an: vom Wasserleitungsprojekt in der Innsbrucker Altstadt bis zum Bauzaun beim Haus der Musik, von der Integrationsenquete bis zur Heumilch-Bewerbung und von der Arbeit für die Diözese Innsbruck bis zu der fürs Grödner Kunsthandwerk.

 

Was die Realisierung angeht und damit den „Kommunikationserfolg“ der Agentur ist sicher das Windpark-Projekt vielversprechender als das Projekt der TIWAG-Kraftwerkskette.

So ganz nebenbei verrät uns Clavis bei der Auflistung der angebotenen „Leistungen“, mit welchen Mätzchen und Mitteln sie arbeitet und sicher auch im Ötztal, im Kaunertal, im Oberen Gericht und im oberen Inntal versuchen wird, ihre Strategie durchzusetzen. Das beginnt bei sogenannten „dialogorientierten Formaten“ und führt über die Textierung der „Projekt-Landing-Page“ bis zu Vorgaben des „Wordings“.

Deswegen wird die Kraftwerkskette bei der TIWAG niemals Kraftwerkskette heißen; und deshalb wurden auch die geplanten neuen Kraftwerke in Versetz/Kaunertal und in Prutz jeweils auf „Krafthaus“ umgetauft. Soll wohl wie Kraftquelle klingen oder wie ein Kraftort in der Natur. Auch wenn es sich um das genaue Gegenteil handelt.

3.2.2024

Manipulation Rückstau Vent

Warum so plump, TIWAG, so unseriös?

Wenn das Stauziel bei der (hypothetischen) Wasserfassung in Vent, wie bisher immer angegeben, auf 1846,3 Meter Meereshöhe liegt, dann staut es auch unweigerlich zurück bis zur Meereshöhe 1846,3 Meter.

Anders geht’s nicht. Beim besten Willen nicht. Bei aller Ingenieurskunst der TIWAG nicht.

Das ist nämlich Physik.

 

In der aktuellen Powerpoint-Präsentation der TIWAG vom 24. Jänner 2024 lässt die TIWAG den Rückstau flussaufwärts rund 250 Meter früher enden – bei ca. 1840 Metern Meereshöhe. Das geht nicht. Da macht das Wasser nicht mit. Es will hinten gleich hoch sein wie vorne.

Rechts die Darstellung der TIWAG mit dem hellblau eingefärbten Rückstau, links, von mir rosarot eingefärbt, der unvermeidbare wirkliche Rückstau bei einem Aufstauziel von 1846,3 Metern an der Wehrmauer.

Herunterspielen und kleinreden hilft da nicht. Weichspülen und schönfärben auch nicht.

 

Hätte die TIWAG das letzte Vertrauen nicht sowieso längst verspielt, dann gewiss mit so plumpen Manipulationen wie dieser.

2.2.2024

Warum die TIWAG die Werbekampagne gestoppt hat

Warum die TIWAG ihre große Inseratenkampagne
so abrupt gestoppt hat

Im Oktober 2023 hat die TIWAG eine Anzeigenserie mit sechs Sujets in lokalen und überregionalen Zeitungen gestartet und sie im Oktober 2023 auch schon wieder eingestellt. Aufwendig gestaltet von der Werbeagentur der TIWAG (Citygrafic) mit ganz viel textlichem Geschwurbel, mit zu viel textlichem Geschwurbel angesichts dessen, wie die TIWAG gleichzeitig das Längental betoniert.

Mit „intakte Umwelt“ und „Artenschutz“ und „Biodiversität“ und „sorgsamer Umgang mit Wasser“ … „im Einklang mit der Natur“ ist da allzudick aufgetragen worden. Auch „Versorgungssicherheit für Tirol“ und „Unser Strom für Tirol“ haben so gar nicht zu den Schlagzeilen gepasst, die die TIWAG in Sachen Kundenkündigungen und Stromexport zur gleichen Zeit produziert hat.

 

Es ist daher von wohlmeinender Seite der gute Rat an die TIWAG-Spitze ergangen, die Kampagne rasch und komplett herunterzufahren, weil sie – bei dem Ruf, den die TIWAG inzwischen hat – höchst kontraproduktiv sei.

 

Und so ist auch seit Ende Oktober keine derartige Anzeige mehr geschaltet worden.

1.2.2024

Mäander ’s isch Zeit!

Mäander, 's isch Zeit!

So würde der Längentalbach sich auch heute noch durch das winterliche Längental herausschlängeln, wenn … ja, wenn ihn die TIWAG nicht brutal untergebuttert hätte.

31.1.2024

Hochwasser-Freibord im Kaunertal

Eine schlechte und eine gute Nachricht
für die TIWAG

Durch den Klimawandel, den die TIWAG ebenso hartnäckig wie erfolglos zu ignorieren versucht, kommt es immer öfter zu Starkregen und rasch anschwellenden Bächen auch im Herbst, wie zuletzt am 20. Oktober 2023 im hinteren Ötztal. Die TIWAG wirbt gerne damit, dass sie drohendes Hochwasser ins Kaunertal ableiten, ja, dafür sogar das Stollenprofil extra größer auslegen würde.

 

Für den Gepatschspeicher hieße das, dass es dort zumindest bis in jeden Spätherbst hinein ein ordentliches Sicherheitsfreibord geben müsste, um die möglichen zusätzlichen Wassermassen aufnehmen zu können und die sogenannte Gefahrenkote nicht zu übersteigen.  

Wenn das Hochwasser nicht kommt, hat die TIWAG Speicherraum „verschenkt“, was sie später nicht mehr aufholen kann. Das heißt, durch die Errichtung von Überleitungen aus dem Ötztal ginge beim Gepatschstausee jedes Jahr wertvolles nutzbares Speichervolumen verloren. Was natürlich auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts herabsetzen würde.

 

Das ist eine schlechte Nachricht für die TIWAG.

 

Aber es gibt auch eine gute: Das Wasser aus dem Ötztal wird nicht abgeleitet.

30.1.2024

Legaler Betrug mit „Ökostrom“

Legaler Betrug

Die TIWAG exportiert den größten Teil des aus unseren Bächen erzeugten Stroms.

Und importiert dafür … ja, was?

 

Der Strom, den die TIWAG an die Tiroler Stromkunden (Haushalte, Gewerbe, Industrie) liefert und verkauft, kommt vielfach aus dem sogenannten europäischen „Stromsee“.

Geht gar nicht anders.

Die TIWAG mag den importierten Strom wohl über Zertifikate von Ökostrom-Anbietern kaufen (z.B. aus Norwegen), ins Land kommt aber de facto ein Gemisch aus „grünem“ und „grauem“ Strom aus den Nachbarstaaten.

 

Der Einnäher, den die TIWAG diesem Gemisch, das sie in Tirol ausliefert, verpasst, erinnert daran, wie europäische Modelabels Erzeugnisse aus Bangladesch, Kambodscha, China, Myanmar, Pakistan, Vietnam, Indonesien usw. hier mit ihrem berühmten Markennamen auf dem Etikett verkaufen.

Kein Fake. Die TIWAG wirbt wirklich mit diesem „Einnäher“ für den umetikettierten Mischmasch, den sie aus dem Stromsee bezieht.

Nach den Gesetzen, die sich die Energie-Lobby gemacht hat, ist das alles rechtens.

In Wahrheit ist es aber wie bei der Mode nichts anderes als Greenwashing. Erlaubter Betrug.

 

Es ist selbst der TIWAG nicht möglich, aus dem schmutzigen internationalen Stromsee den – laut Verkaufsschmäh – sauberen Ökostrom herauszufischen oder herauszufiltern.

Von „100 % Tirol“ gar nicht zu reden. 

29.1.2024

Umweltverträglich Folder TIWAG

Ja, freilich

TIWAG-Werbefolder 2023

So gut, dass Papier erfunden wurde!

Es ist nämlich wahnsinnig geduldig.

TIWAG Wirklichkeit 2023

Von sozialverträglich reden wir da noch gar nicht.

27.1.2024

Diesen Beitrag teilen:

Die TIWAG fördert Wärmepumpen

So ein Zufall aber auch!

  1. Die TIWAG fördert Wärmepumpen.
  1. Die Firma iDM von Manfred Pletzer in Matrei in Osttirol ist Österreichs größter Wärmepumpenhersteller.
  1. Manfred Pletzer ist Aufsichtsratvorsitzender-Stellvertreter der TIWAG Tiroler Wasserkraft AG

„Wir fördern seine Wärmepumpe“

Zufall war es gewiss auch, wie ausgerechnet der langjährige TIWAG-Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Schretter von den Zementwerken Schretter & Cie in Vils bei den TIWAG-Baustellen exklusiv mit seinem Zement zum Zug gekommen ist. So zuletzt mit mehr als 60.000 Tonnen Schretter-Zement beim GKI.

26.1.2024

TIWAG schießt sich selbst ins Knie

Wenn sich die TIWAG mit einem Argument
selber ins Knie schießt

In einer früheren Variante der Ableitungen aus dem Ötztal hat die TIWAG weit höher gelegene Wasserfassungen der Bäche in Gurgl und Vent geplant. 300 – 400 Meter weiter oben sollten in einer Art Ringleitung Königsbach, Ferwallbach, Gaißbergbach, Rotmoosache, Langtalbach, Niedertaler Ache und Rofenache gekappt und Richtung Kaunertal abgeleitet werden.

Dabei hat sie argumentiert, dass die „Fassung in großer Höhe“ ursuper sei.

Das kann umgekehrt nur heißen, dass die jetzt geplanten sehr tiefen Wasserfassungen, nämlich unterhalb von Obergurgl und Vent, gar nicht super sind, weil „die Auswirkungen in den tiefer liegenden landwirtschaftlich genutzten bzw. bewohnten Gebieten“ in größerem „Maße spürbar sind“.

Ich würde sagen: ein sehr schönes Eigentor der TIWAG.

25.1.2024

TIWAG Werbung mit „Unser Wasser“

Welch ein Irrtum!

Was ist an dieser (etwas älteren) TIWAG-Werbung grundfalsch, abgesehen davon, dass der Spitzenstrom natürlich nicht für Tirol erzeugt wird, sondern exportiert wird?

„UNSER WASSER“ ist falsch.

Weil es nicht das UNSER WASSER der TIWAG ist.

Es ist das UNSER WASSER von uns. Zum Beispiel im Ötztal.

Darum bleibt es ja auch im Ötztal.

24.1.2024

Der Knebel-Vertrag der TIWAG mit den Gemeinden

Es geht noch einmal um den Partnerschaftsvertrag, wie die TIWAG den Vertrag mit den vom Kraftwerksbau in Kühtai hauptbetroffenen Gemeinden nennt. Im Beitrag vom 15.1.2024 (unten) haben wir uns die ganz und gar lächerlichen Abschlagszahlungen für die geschädigten Gemeinden angeschaut. Auf Basis der Berechnungen von 2021 soll die Anrainergemeinde Oetz, bereits durch das bestehende Kraftwerk stark betroffen, nach Fertigstellung des in Bau befindlichen 21.600 Euro jährlich als Ausgleichszahlung für alle Nachteile und Einbußen erhalten. 21.600 Euro! Das ist soviel wie jeder etwas größere Betrieb in Oetz jährlich an Abgaben an die Gemeindekassa zahlt!

Die Gemeinde Längenfeld, der drei Gebirgsbäche in Gries von der TIWAG auf immer und ewig geraubt werden, Bäche, die nie wieder wie in den letzten Tausenden Jahren im Ötztal herunten ankommen, soll dafür immerhin 157.000 Euro pro Jahr bekommen. Dafür hat sie drei Wasserfassungen im Sulztal akzeptieren müssen, drei bei Starkregen mitunter höchst gefährliche Wasserfassungen wie sich im benachbarten Horlachtal (siehe den Beitrag unten vom 19.1.2024) gezeigt hat.

Da hat die TIWAG freilich, wie sie es nennt: „im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit“ vorgebaut, indem sie die Gemeinden vertraglich verpflichtet hat, die „ihnen jährlich zufließenden Beträge“ für Schutzmaßnahmen einzusetzen.

Also: Die TIWAG erhöht die Gefahren durch ihre Eingriffe in die Bäche, überbürdet die Vorkehrungen gegen mögliche daraus erfolgende Katastrophen aber den Gemeinden. Diese haben der TIWAG gegenüber auch noch Rechenschaft über die zweckentsprechende Verwendung der „Ausgleichszahlungen“ zu geben.

 

Mehr noch: Falls die Gemeinden mit diesem Geld nicht genug getan haben sollten, um Schäden abzuwehren, haften sie der TIWAG gegenüber und fallen um die Ausgleichszahlung um. Anders ist die entsprechende Passage im Knebelvertrag nicht zu verstehen.

Das alles sind „Verpflichtungen der Gemeinden“.

Von Verpflichtungen der TIWAG steht nichts im Vertrag.

 

So schaut eben ein Vertrag aus, den das Land Tirol in Vertretung der Gemeinden mit der TIWAG, und das heißt: mit sich selbst aushandelt.

Dafür dürfen die Gemeinden die TIWAG – bei allem was sie vorhat – „unterstützen und dauerhaft positiv begleiten“.

Alle Ausschnitte (inkl. Titel) aus dem 2022 von allen betroffenen Gemeinden unterfertigten

„Gemeindevertrag Kraftwerk Kühtai 2020“.

23.1.2024

Gruß aus dem Ötztal

Dank ergeht an die Initiatoren, die Spender, die Haus- und Grundbesitzer und an all jene, die die Transparente im Tal aufgehängt haben.

22.1.2024

Winterliche Mäander-Bilder der TIWAG

Die winterliche Schönheit
der Hochgebirgsmäander im Platzertal

Foto: TIWAG

Die TIWAG selbst hat dankenswerter Weise die so wunderbaren wie schützenswerten schlingelnden Bachläufe fotografisch festgehalten …

Projektleiter Wolfgang Stroppa und Projekt-Planer Bernhard Hofer 2009 im Platzertal

… freilich nicht, um die Mäander zu erhalten, sondern um sie zu zerstören.

Foto: TIWAG

Foto: TIWAG

21.1.2024

Die TIWAG pumpt mit Sonnenstrom?

Die TIWAG pumpt mit Sonnenstrom?
Ein Fakten-Check

Wann scheint die Sonne?

Eher untertags.

 

Wann wird am meisten gepumpt?

Dann, wenn der Strom am billigsten ist.

 

Der Strom ist am billigsten, wenn zuviel produziert und am wenigsten verbraucht wird.

 

Wann ist das?

In der Nacht. Zwischen 3:00 und 5:00 Uhr in der Früh.

 

Scheint dort die Sonne?

Eher nicht.

 

Die Produktionsspitze von Solarstrom ist um die Mittagszeit. Dann, wenn im Tagesverlauf auch der Verbrauch am höchsten und der Strom an der Börse am teuersten ist.

Genau in dieser Zeit möchte auch die TIWAG ihren Strom produzieren und verkaufen. Und nicht pumpen.

 

Und für den Windstrom von der Nordsee fehlen schlicht die Leitungen in den süddeutschen Raum.

 

Also: Dann, wenn der meiste Pumpstrom verbraucht wird, stammt dieser aus dem europäischen Stromsee, der (immer noch) bis zur Hälfte gefüllt ist mit Energie aus kalorischen Kraftwerken und Atomkraftwerken.

20.1.2024.

TIWAG-Sprech zu Horlach 2005

TIWAG-Sprech outdoor und TIWAG-Sprech indoor

In ihrer Propaganda verkauft die TIWAG Wasserableitungen als Hochwasserschutz. Und nach außen hin hat sie auch nie zugegeben,  dass ihre „Wasserfassung“ am Horlachbach an den verheerenden Schäden in Niederthai und Umhausen im August 2005 schuld war.

In TIWAG-internen Papieren wird hingegen sehr wohl Klartext gesprochen.

Der Horlachbach in Niederthai am Tag des Hochwassers und das Horlachtal vier Wochen später

19.1.2024

Kaunertal wird 2022 ans Netz gehen

Ha-ha-ha!

TIWAG-Werbe-Einschaltung, Februar 2011

„2022 ans Netz gehen“?

 

Genau so wenig wird „das Vorhaben“ 2032 ans Netz gehen, 2042 oder 2052. Usw.

18.1.2024

Das Moor hat seine Schuldigkeit …

Das Moor hat seine Schuldigkeit
noch lange nicht getan

Die Moorfläche im Platzertal erstreckt sich auf über 200.000 Qudratmeter.

Moore sind die bedeutendsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume. Sie sind dabei fünfmal so effektiv wie Wälder.

Obwohl sie nur drei Prozent der globalen Erdoberfläche bedecken, binden sie ein Drittel des gesamten Kohlenstoffs.

Platzertal

Wenn Moore zerstört werden, wie im Längental, kommt der Torf in Kontakt mit Sauerstoff, der Kohlenstoff oxidiert und es gelangen große Mengen an CO2 in die Atmosphäre. Zudem auch das dreihundertmal klimaschädlichere Distickstoffmonoxid (Lachgas).

Somit sind zerstörte Moore eine bedeutende Quelle von Treibhausgasemissionen.

Das macht sie dann zu wahren Klimasündern.

Längental

17.1.2024

Rückstau in Gurgl

Die TIWAG trickst und täuscht, wo’s nur geht

Und auch dort, wo’s nicht geht.

Bei der letzten Vorstellung des Projekts im Gemeinderat in Sölden am 24. Februar 2023 hat die TIWAG die gewählten Vertreter richtiggehend belogen, was den Rückstau der Gurgler Ache von der geplanten Wehrmauer in Gurgl (Poschach) anlangt.

 

Wenn die „Kote Mauerkrone“, die dem geplanten Stauziel entspricht, auf 1843,5 Meter Meereshöhe liegt, korrekt: liegen würde, dann müsste sich das Stau-Ende logischerweise ebenfalls auf 1843,5 Metern befinden. Und damit würde die Gurgler Ache fast doppelt so weit zurückgestaut wie die TIWAG in ihrer Powerpoint-Präsentation dem Gemeinderat vorgegaukelt hat.

Hellblau die Fake-Darstellung der TIWAG, rot die Realität laut Höhenmessung 

Es ist diese andauernde, offenbar unausrottbare Verlogenheit, die der TIWAG noch nie gut bekommen ist. Das Image, das sie hat, hat sie zurecht.

16.1.2024

Kühtai-Vertrag TIWAG mit Gemeinden

Der Kühtai-Vertrag
Ein Sackl Zuckerln für elf Gemeinden

Die TIWAG hat den elf vom Ausbau der Kraftwerksgruppe Kühtai hauptbetroffenen Gemeinden einen Vertrag „im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit“ vorgelegt. Darin bietet sie für die gravierenden verursachten Schäden, nein, „konkreten und ideellen Beeinflussungen“, wie sie es nennt, sogenannte „Ausgleichszahlungen“ an. Diese belaufen sich auf Berechnungsbasis 2021 für die Gemeinden Neustift, Fulpmes, Längenfeld, Umhausen, Oetz, Sautens, Roppen, Haiming, Silz, Mötz und Stams – alle zusammen – auf jährlich EUR 631.500.

 

Das sind die Brösel. Der Kuchen bleibt der TIWAG.

 

Dafür werden aus dem hinteren Stubai Fernaubach, Unterbergbach und Daunkogelfernerbach abgeleitet, Wasser, das im gesamten bisher schon arg ausgebeuteten Tal fehlen und was bis Innsbruck spürbar sein wird. Zudem plündert die TIWAG im Sulztal den Fischbach, den Schranbach und den Winnebach, die dann auch das gesamte äußere Ötztal hinaus und den Inn hinunter bis Mötz ausfallen.

Dazu die massiven Eingriffe in die Natur durch Zufahrtsstraßen, sechs hineingeklotzte Wasserfassungen, zwei Pumpstationen, großflächige Deponien für den Ausbruch der zig Kilometer Fensterstollen und Beileitungsstollen sowie und vor allem die Zerstörung des gesamten Längentales für den Speichersee.

Elf Zuckerln für elf Gemeinden. Saure Drops.

EUR 631.500

Von diesem Sümmchen bleiben beispielweise der Gemeinde Oetz, allein schon durch den Baustellenverkehr arg geschädigt, jährlich 21.600 Euro.

21.600 Euro!

Wobei: Bleiben ist zu viel gesagt. Von diesem Betrag ist eine, wie es heißt, „allfällige Umsatzsteuer“ abzuführen. Die 21.600 fließen auch erst im „ersten vollen Betriebsjahr (Kalenderjahr)“. Bis dahin gibt’s, vom Probebetrieb an, nur die „50 % des jährlichen Betrages“. Also 10.800 Euro.

Auch falls es in den nächsten Jahren neue gesetzliche Vorschriften – z.B. was die Restwasservorschreibung betrifft – geben sollte (was mit Sicherheit der Fall sein wird), reduziert sich die Zahlung aufgrund geringeren Wassereinzuges. Die Wertsicherung der Entschädigung ist zudem nicht an den recht zuverlässigen Verbraucherpreisindex gekoppelt, sondern an den Strompreis an der Börse. Heißt, wenn der Preis am Strommarkt fällt, gibt’s auch weniger für die Gemeinden als der allgemeinen Inflation entsprechen würde.

Dieser Vertrag, den die TIWAG den geschädigten Gemeinden aufoktroyiert hat und den sich die geschädigten Gemeinden von der TIWAG haben aufoktroyieren lassen, ist von diesen „auf Bestandsdauer für das Speicherkraftwerk Kühtai einseitig unkündbar“.

15.1.2024