Hochwasser Paznaun 2005

Wie war das noch gleich mit dem Hochwasserschutz im Paznaun?

Im August 2005 gab es (nicht nur) im Paznaun Starkregen, Hochwasser und übelste Verwüstungen. Die sechs Wasserfassungen der Illwerke in der Region Ischgl/Galtür waren zugemurt und die Bäche schossen mitsamt dem liegengebliebenen Geschiebe ins Tal.

Illwerke, 30.8.2005

Soviel zum Thema Hochwasserschutz durch Ableitungen.

24.6.2024

Tschey: Versprochen und schon gebrochen

Versprochen.
Und schon gebrochen.

In der Umweltverträglichkeitserklärung zum Kaunertalprojekt hat die TIWAG versprochen, dass die traumhafte Pfundser Tschey „nicht beeinträchtigt“ würde.

Schon ist alles anders. Schon ist die Katze aus dem Sack.

Laut der jüngsten Präsentation soll die Erschließung der Baustelle im Platzertal sehr wohl über die Tschey erfolgen.

So kurz ist die Halbwertszeit von Versprechungen der TIWAG. 

Der TIWAG ist kein Wort zu glauben.

20.6.2024

Auch eine Karriere

Auch eine Karriere

Vor 20 Jahren, als die TIWAG mit ihren diversen Vorhaben im Ötztal erstmals in die Medien gegangen ist, habe ich in Reaktion darauf die Webseite dietiwag.org eingerichtet samt einem Forum, in dem meine Artikel von jederman kommentiert werden konnten, auch anonym.

 

Davon wurde ausgiebig Gebrauch gemacht. Auch von einem User in Wien, einem kleinen Rechtspraktikanten, wie wir später herausgefunden haben, ausgerechnet bei jener Anwaltskanzlei, von der die TIWAG damals und auch heute vorrangig vertreten wird.

Der Gute nannte sich hintersinnig „Der Hinterfrager“, war nicht mit allem einverstanden, was ich über die TIWAG geschrieben habe, sparte aber nicht mit Kritik an ihr, mit Kritik, muss man sagen, die heute so gültig ist wie damals.

 

Kurz gesagt, hatte er im Sommer 2005, als er diese Postings – häufig in der Dienstzeit – absetzte, an der TIWAG unter anderem auszusetzen, dass

 

„die Vorstandsspitze der TIWAG durchaus besser besetzt sein könnte“

 

„die interne Kommunikation nicht funktioniert bzw. nicht vorhanden ist“

 

„die Stimmung in der TIWAG zugegebenermaßen schlecht ist“

 

„nicht alle Akteure hohe Sympathie vermitteln und sich nicht selten im persönlichen Kontakt ungeschickt, ja tölpelhaft verhalten“

 

„die Vorstände wohl zu hohe Gagen beziehen“

 

„sicher jemand nötig wäre, der die Menschen vor Ort als aller erstes respektiert und ihre Anliegen wirklich ernst nimmt. Jeder, der das nicht schafft, ist fehlbesetzt.“

 

Klingt, als wäre das heute geschrieben und bezöge sich auf die Unfähigkeit des heutigen Vorstandes, auf dessen Arroganz den „Menschen vor Ort“ gegenüber und auf die heute noch um vieles höheren Gagen.

Es hat sich nichts getan seitdem bei diesem „Verein“

Es wäre Aufgabe des Aufsichtsrates hier etwas zu ändern. Er bestellt die Vorstände, er entscheidet über ihre Gehälter und die Unternehmenstrategie. Es wäre in aller erster Linie Aufgabe des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Aufsichtsratsvorsitzender der TIWAG ist, bitte herhören, seit 2022 der kritische „Hinterfrager“ von damals: Eduard Wallnöfer der Dritte.

 

Auch eine Karriere.

Oder: Jedes Schriftl ein Giftl.

Der „Hinterfrager“ hinterfragt längst nichts mehr. Eduard Wallnöfer  (links) ist inzwischen Verwalter und Erhalter des Systems, dessen Mängel er einst klar erkannt hatte.

18.6.2024

Jahrestag 17. Juni

Heute:
Jahrestag einer aroganten Ankündigung

Riesenerfolg des Ötztaler Widerstandes

Riesenblamage der goscherten TIWAG

17.6.2024

Die TIWAG schaufelt wieder viel Geld in die Medien

Jetzt schaufelt die TIWAG
wieder massig Geld in die Medien

Mit nichtssagenden, aber topbezahlten Anzeigen.

Die TIWAG nennt das „Medienkooperation“.

Ich habe einmal ausführlich dokumentiert, wie über geschaltete Werbeseiten der TIWAG positive redaktionelle Berichte mitgekauft wurden.

Es wird sehr genau darauf zu achten sein, inwiefern das jetzt auch wieder passiert.

14.6.2024

Ausgleichsmaßnahmen?

Ausgleichsmaßnahmen?
Ausgleichsmätzchen!

Sie möchten ein ganzes Tal zerstören, das Platzertal, und dafür ausgebaggerte Moorstücke am Talschluss deponieren.

Es wird aber im Platzertal gar keine Stauwurzel geben, wo ein Niedermoor „hergestellt wird“. Und es wird dort auch keine „Umsiedlung wirbelloser Tiere mit Schaufelbagger und LKW mit Kipper erfolgen“.

13.6.2024

Der Widerstand im Ötztal hat gesiegt

Der Widerstand im Ötztal hat gesiegt

Die Ötztaler haben nie daran gedacht, ihre Macht aufzugeben. Hier bei einer Protestveranstaltung in Sölden mit der Präsentation des Films „Bis zum letzten Tropfen“ von Harry Putz.

12.6.2024

Die größte Farce: das UVP-Verfahren

Was ist die größte Farce
in Zusammenhang mit TIWAG-Projekten?

Die größte Farce ist das UVP-Verfahren.

Die TIWAG weigert sich stets und ganz grundsätzlich, auch die entschiedenste Ablehnung ihrer Kraftwerksprojekte zur Kenntnis zu nehmen. Ihre (bisher erfolgreiche) Strategie ist es, die Kritiker auf das ach so ergebnisoffene UVP-Verfahren zu verweisen. Dort gebe es dann (wörtlich) „das gesetzlich verbriefte Recht, Stellungnahmen und Einwendungen abzugeben und gegebenenfalls gegen einen Bewilligungsbescheid zu berufen“.

Richtig, man kann dort „Stellungnahmen und Einwendungen abgeben“ und gleich auch die Hoffnung, etwas zu bewirken.

 

Teilnehmer an der abschließenden und „entscheidenden“ mündlichen UVP-Verhandlung in Sachen Ausbau Kühtai sind für immer geheilt. Ein NGO-Mitglied meint dazu: „Ich hab Sellrain-Silz erlebt, das reicht.“ Der Vertreter einer Bürgerinitiative, der dabei war, sagt: „Wichtig ist, das Projekt vor Beginn der UVP zu stoppen. Wenn das Verfahren losgeht, sitzt man ganz tief unten am Ende einer sehr schiefen Ebene.“

 

Deshalb ist es der TIWAG ja so wichtig, die Gegner in dieses von Beginn weg verfahrene Verfahren zu locken. Dorthin, wo man dann keine Chance mehr hat.

Das UVP-Verfahren, das die TIWAG in ihrer hübschen Grafik, den „Gegnern“ schmackhaft machen will,

ist in Wahrheit ganz nach ihrem Geschmack. 

Und dann gibt es einen – den Vorstellungen der TIWAG – entsprechenden Bescheid der Behörde. Und damit eine Baugenehmigung. Das ist das eine.

 

Das andere ist, dass die TIWAG im UVP-Verfahren mit gezinkten Karten gespielt hat. Ihre wirklichen Absichten, das Ausmaß ihres Vorhabens verheimlicht und sich die Bewilligung erschlichen hat.

 

Denn nach dem ergangenen Bescheid ist alles anders. Das Projekt Kühtai ist ein alarmierendes Beispiel: Da werden dann Stollen gebohrt und gesprengt und gefräst, wo das im Genehmigungsverfahren verschwiegen worden war, da werden dann gigantische Auffangbecken ausgehoben, die vorher kein Thema waren, und da werden dann, entgegen dem Geschwätz in der mündlichen Verhandlung, Deponien mit Ausbruchsmaterial im hochalpinen Gelände angelegt in der Größe mehrerer Fußballfelder.

 

Der TIWAG ist nicht zu trauen und nicht zu glauben. 

11.6.2024

Ötztaler gewinnen das Widerstreitverfahren

Die TIWAG hat möglicherweise irgendein Widerstreitverfahren um das Ötztaler Wasser irgendwo bei irgendeiner Behörde gewonnen:

2022

Kurier / Standard, 15.11.2022

2024

Das einzig und allein ausschlaggebende Widerstreitverfahren gegen die  entscheidungsbefugte Bevölkerung von Sölden hat sie haushoch und damit höchstinstanzlich verloren:

10.6.2024

Kajakfahrt auf der Venter Ache

„Eine Kajakfahrt auf der Venter Ache bei Heiligkreuz“

„Eine Kajakfahrt auf der Venter Ache bei Heiligkreuz ist für Erfahrene eine große Herausforderung. Umso deutlicher fällt die Erleichterung nach dem bestandenen Abenteuer aus.

Originalzitat: ‚Gee, that was the best fucking ride I ever had in my life‘.“

Aus dem Bildband „Das Ötztal“ von Guido Mangold (Haymon-Verlag, Innsbruck 1999)

Der vielfach ausgezeichnete deutsche Spitzenfotograf Guido Mangold, der Künstler wie Joseph Beuys, Georg Baselitz oder Louis Armstrong und Politiker von der Queen Elisabeth über Konrad Adenauer bis zu John F. Kennedy porträtiert hat, hat auch das Ventertal und die Venter Ache mehrfach meisterhaft „porträtiert“.

9.6.2024

20 gute Jahre

20 gute Jahre

Seit 2004 laboriert die TIWAG jetzt schon an ihrem „Kaunertal-Projekt“ in allen möglichen, in der Realität freilich unmöglichen Varianten, beginnend mit einem Speicher im Rofental, dann nacheinander mit einem im Taschach, am Rifflsee, im Ferngergries und schließlich endend – und ebenso aussichtslos – mit einem im Platzertal.

Aus dem „TIWAG Optionenbericht“ 2004 (!)

Außer ein paar Löcher durch Probebohrungen hat sie, das darf man ihr zugute halten, soweit nichts angestellt.

 

In diesem Sinne:

Auf die nächsten 20 guten Jahre!

8.6.2024

Da muss den Betonköpfen angst und bang werden

Da muss den Betonköpfen in der Landesregierung
ja angst und bang werden

Wenn sie sehen, welchen Zulauf der packende Dokumentarfilm über den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal landauf landab hat.

Mit ebenso großem Erfolg wurde der Film „Bis zum letzten Tropfen“ von Harry Putz auch in Haiming, Landeck, Pfunds, Telfs, Kufstein, Wörgl, St. Johann usw. sowie außerhalb von Tirol und von Österreich gezeigt.

7.6.2024

Die TIWAG hat im Oberinntal mehrere Quellen abgestochen

Die TIWAG hat mit der Innausleitung für das GKI
eine Reihe von Quellen abgestochen

Im Bild die dadurch notwendig gewordene neue Trinkwasserleitung zu den Höfen am Freitzberg

Hier die dafür notwendig gewordene Pumpstation in Ried (Egerthe)

für die Versorgung der geschädigten Weiler

6.6.2024

Jetzt sieht auch die TIWAG schon schwarz

Jetzt sieht auch die TIWAG endgültig schwarz
für die Ableitungen aus dem Ötztal

Weil sie das Wasser der Gurgler und der Venter Ache nicht bekommt, hat sie ihr jahrzehntelang rotes Logo auf trauer-schwarz geändert (kein Fake).

5.6.2024

Der Umfaller Georg Dornauer

Der Umfaller

Man muss sich Georg Dornauer in der Horizontalen vorstellen

Georg Dornauer in der Opposition

Georg Dornauer in der Landesregierung

3.6.2024

Ansichtskarten-Album: die Gurgler Ache

Blick in ein altes Ansichtskarten-Album

Schon vor 120 Jahren eine Sehenswürdigkeit: die Gurgler Ache, schäumend & stiebend, gischtend & gurgelnd, hier knapp vor Zwieselstein:

2.6.2024

Es ist alles nur Fassade

Es ist alles nur Fassade

Dahinter hat sich nichts geändert.

Da herrscht der alte Geist, manche sagen auch: Ungeist.

 

Als wäre die Zeit stehen geblieben. Als wäre Bruno Wallnöfer noch im Amt. Jener berüchtigte und skandalumwitterte TIWAG-Vorstandsvorsitzende, dem der jetzige zum Abgang 2015 auf peinlichste Weise nachgelobhudelt hat, dankend für seinen „konsequenten Einsatz“ und seine „unermüdlichen Bemühungen“ für den von ihm „weitblickend initiierten Ausbau der heimischen Wasserkraft“ und „die von ihm unbeirrbar verfolgten Wasserkraftwerksprojekte“.

 

Durch diese hochgezogene Fassade, diese Attrappe (das „Attachement“, wie es verräterisch in Planunterlagen heißt) wird uns, im wahrsten Sinn des Wortes, etwas vorgespiegelt, ein Ankommen des Unternehmens im 21. Jahrhundert.  

Aber hinter diesem Blendwerk verbergen sich die alten Mauern. Und das alte „Denken“. Konzepte und Projekte wie vor 20, 30 Jahren.

Ich sage nur: Wasserableitungen, Pumpspeicherkraftwerke, Staudämme.

 

Wenn die TIWAG sich ändern soll, und das muss sie sich, dann müssen wir das tun. Die Leitung, diese und die jetzt anstehende nächste, wird es nicht tun.

1.6.2024

Auch im Tauerntal

Auch im Tauerntal

Kraftwerk Amlach, Kraftwerk Debant1 und Kraftwerk Debant 2, Kraftwerk Dorferbach, Kraftwerk Heinfels, Kraftwerk Kalserbach, Kraftwerk Leibnitz, Kraftwerk Lienz, Kraftwerk Schwarzach: Die schon bestehenden TIWAG-Kraftwerke in Osttirol tun‘s der TIWAG immer noch nicht.

Es muss auch noch der Tauernbach her! Für ein Ausleitungskraftwerk von den Schildalmen bis an die Proseggklamm.

 

Da wird auf ein Neues ein Bach gekappt.

Und wird gerodet und gesprengt und deponiert.

30.5.2024

Etwas zum Barbara-Kult der TIWAG

Etwas zum Barbara-Kult der TIWAG

Frömmeln kommt in Tirol immer noch gut an. Denken die TIWAG-Bosse. Bei jedem Stollenanschlag inszenieren sie sich für die Medien scheinheiligst als Fans der „Heiligen Barbara“ – von Herdina (links) über Entstrasser (rechts) bis zu Speckle (unten).

Was für ein Zinnober! Was für ein Schauspiel jedesmal!

Die „Heilige Barbara“ gilt der Legende nach als Patronin der Bergleute. Und übrigens auch als Patronin der Artillerie. Als solche wurde sie auch im 1. Weltkrieg benutzt und wird sie es auch heute noch von der deutschen Bundeswehr, dargestellt mit Kanonen und neuerdings auch mit Raketen (hier).

Jetzt muss die TIWAG ganz stark sein!

Es gibt keine „Heilige Barbara“.

Es hat wahrscheinlich nie eine „Heilige Barbara“ gegeben.

Sie soll der Legende nach im 3. Jahrhundert nach Christus gelebt haben, diese Legende ist aber erst vierhundert Jahre später erdacht und geschaffen worden.

„Im Zuge der Liturgiereformen des zweiten vatikanischen Konzils (1962–1965) wurde die Hl. Barbara aus dem römischen Generalkalender gestrichen, da ihre Existenz historisch nicht gesichert ist.“ (Wikipedia)

29.5.2024

Auch kein Klacks: Unterwasserbecken in Imst

Auch kein Klacks

Für ein Ausgleichsbecken des ins Kaunertal und ins Platzertal und dann über Prutz nach Imst umgeleiteten Wassers aus dem Ötztal möchte sich die TIWAG in der Imster Au 26 ha (in Worten: sechsundzwanzig Hektar) fremden Kulturgrund genehmigen.

Schon allein das ist Grund genug, nämlicher landwirtschaftlich genutzter Grund, die Ableitungen der Gurgler Ache und der Venter Ache nicht zuzulassen.

28.5.2024

Diesem Druck wird die Politik nicht standhalten können

Diesem Druck wird die Politik nicht standhalten können

So viele Vereine, Organisationen, Körperschaften haben sich (neben lokalen Bürgerinitiativen und österreichweiten NGOs) mit Beschlüssen (!) dezidiert gegen die Ableitungen aus dem Ötztal und den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal mit einem Pumpspeicher im Platzertal ausgesprochen und damit festgelegt.

Noch stellt sich die Landesregierung nach außen hin taub und lässt die TIWAG weiterwursteln und weiter Geld verbrennen.

 

In Wahrheit ist der Politik aber bereits klar, dass sie das Projekt gegen diese Phalanx niemals wird durchdrücken können.

27.5.2024

Die Politik hat keine Vorstellung

Die Politik hat einfach keine Vorstellung

Allein die Rofenache, noch bevor sie sich mit Spiegelbach und Niedertalbach zur Venter Ache vereinigt, führt pro Jahr rund 200.000 Tonnen sogenannte „suspendierte Feststoffe“ (v.a. Gletscherschliff) mit sich, es waren zuletzt auch schon bis zu 240.000 Tonnen. Das sind, in LKWs gerechnet, zumindest 20.000 10-Tonner-LKWs. Wie gesagt, ohne die anderen Zuflüsse, die im Speicher Vent landen würden, mit noch einmal fast gleich viel Tonnen an Schwebstoffen.

 

Dazu kommt noch das ganze Geschiebe, das diese Bäche mit sich führen. Nach Angaben des Münchner Gletscherforschers Ludwig Braun, der jahrzehntelang am Vernagtferner und am Vernagtbach gearbeitet und gemessen hat, kämen durch die Geschiebefracht der Rofenache noch einmal 200.000 Tonnen dazu. Dann sprechen wir von insgesamt 400.000 Tonnen an mitgeführtem Material bereits bei der Rofenache und dementsprechend von fast 800.000 Tonnen in Vent, wenn Spiegelbach und Niedertalbach mit deren Schwebstoffen und Geschiebefrachten dazugekommen sind. 

Jeder der 80 LKWs unten steht für 1000 LKW-Ladungen á 10 t

Suspendierte Feststoffe plus Geschiebefracht bei der geplanten Wasserfassung an der Venter Ache:

Rund 800.000 Tonnen jährlich, vorwiegend von Juni bis September

800.000 Tonnen, das sind 80.000 LKW-Ladungen, die die Venter Ache Jahr für Jahr gratis und ohne ständige Baggerei und massiven Straßenverkehr recht unauffälig abtransportiert. Die TIWAG möchte dieses ganze Material unterhalb von Vent in einer Tiroler Wehr abfangen.

 

Die täglichen Spülungen und die laufend notwendigen Baggerearbeiten und das anzulegende gigantische „Ausschotterungsbecken“ mag sich niemand vorstellen.

 

PS. Wie’s der TIWAG mit dem Wasser der Ötztaler Ache beim erst vor kurzem in Betrieb genommenen Kraftwerk Tumpen-Habichen jetzt geht, darüber könnte sie allerhand erzählen. Tut sie aber nicht.

24.5.2024

Ein Hochwassergutachten der TIWAG voller Fehler

Was soll man von einem Hochwassergutachten
voller Fehler halten?

Wenn die Weissagungen der TIWAG zum Hochwasserschutz ähnlich gelungen sind wie die topografischen Neuschöpfungen im Gutachten, das sie bei der Behörde eingereicht hat, dann kann man nur sagen: „Setzen, fünf!“

Es gibt kein Längentalerbecken im Ötztal. Es gibt ein Längental, weit weg, im Kühtai. Im Ötztal hingegen nur ein Längenfelder Becken. Und Schreiber mit Familiennamen hat es im Ötztal auch keine, dafür jede Menge Scheiber. Es gibt auch keine Kühltreiner Schlucht zwischen Zwieselstein und Sölden, sondern – jede Wanderkarte und jeder Fremdenverkehrsprospekt weiß es – nur eine Kühtrainschlucht. Und so weiter.

 

Die größten Eier legt sich die TIWAG immer noch selbst.

23.5.2024

TIWAG-Plakat – kein Fake!

Das ist wirklich das neueste TIWAG-Plakat
Kein Fake!

Damit will uns die TIWAG offenbar zeigen, wie wenig Restwasser unterhalb des Staudamms verbleibt. Und dass man da mitten im Sommer auch mit kleinen Kindern problemlos im „Bachbett“ spazieren gehen kann.

Die TIWAG hat sowas von einem Lauf!

22.5.2024

Es wäre eine Kette

Es wäre eine Kette!

Es wäre kein „Ausbau Kaunertal“.

Diese Bezeichnung haben sich die Werbefuzzis der TIWAG ausgedacht. Oder ihre Rechtsanwaltskanzlei in Wien

Diese Bezeichnung soll das Dreimilliardending verniedlichen, schönreden. Die Eingriffe in Gurgl und Vent und im Gepatsch und im Platzertal und in Prutz und in Imst und in Haiming bagatellisieren, herunterspielen, als ob eh nur im Kaunertal was geplant wäre, ein bisschen ein Ausbau dort, ein Anbau sozusagen. Diese Namenserfindung ist Teil der Strategie, das Projekt durchzuschwindeln.

 

In Wahrheit wäre im Kaunertal ein nigelnagelneues Kraftwerk geplant, ein weiteres in Prutz genauso wie in Imst und dann noch eines in Haiming. Vier Kraftwerke, betrieben mit dem Wasser aus Gurgl und Vent, zwischengespeichert im Platzertal.

 

Nie vergessen: Es ist wäre eine Kette. Eine beispiellose gigantomanische Kraftwerkskette!

21.5.2024

Nein der Ötztaler Bauern zu Kaunertalausbau

Nein der Ötztaler Bauern und Bäuerinnen
zum Kraftwerksausbau im Kaunertal

Sämtliche Ortsbauernschaften und Jungbauernschaften im Ötztal (Sautens, Oetz, Umhausen, Längenfeld und Sölden) als die in Zeiten rasanten Klimawandels wohl hauptbetroffene Berufsgruppe der geplanten Bachableitungen aus dem Tal  haben dem Projekt Kaunertal der TIWAG in einer gemeinsamen Erklärung eine klare Absage erteilt.

Beschluss der Ortsbauernschaften und Jungbauernschaften

Mai 2024

20.5.2024

Kirchdorf ist nicht gleich Kirchdorf

Kirchdorf ist nicht Kirchdorf

Obergurgl ist das höchstgelegene Kirchdorf Österreichs. Dort hat die TIWAG Natureingriffe in riesigem Ausmaß vor: Wasserfassungen am Königsbach, am Fernwallbach und an der Gurgler Ache, einen Erschließungstunnel durch den Ochsenkopf, einen Fensterstollen im Poschach und einen Überleitungsstollen ins Ventertal, samt all dem, was damit zusammenhängt – Rodungen, Baustellen, Zufahrtstraßen und Deponien.  

 

Als Ausgleichsmaßnahme für die Zerstörungen – jetzt nicht speziell in Obergurgl, sondern ganz generell in Zusammenhang mit dem Projekt Kaunertal-Ausbau – hat die TIWAG solche im 200 km (!) entfernten Kirchdorf vorgeschlagen.

Zum Mitschreiben: Unwiederbringlich zerstört werden soll Länge mal Breite in Gurgl und Vent und im Kaunertal und im Platzertal, aber Renaturierungsmaßnahmen dafür sollen u.a. am anderen Ende Tirols stattfinden. In Kirchdorf. Ausgerechnet bei dem von der TIWAG 2020 aufgelassenen Kraftwerk. Wo sie sowieso allerhand gutzumachen hätte.

 

Und so eine Trickserei flutscht bei der Behörde durch?

Würde sie vermutlich.

Wird sie aber nicht.

Weil, eh schon wissen: das Kaunertal-Projekt nicht realisiert wird.

18.5.2024

Werbe-Sujet der TIWAG stark verbessert

Stark verbessert

Die TIWAG hat in ihrer neuen Werbekampagne zwei Figuren in die weite Welt geschickt, die uns ganz offensichtlich Wichtiges mitzuteilen haben. Aber sie hat vergessen, ihnen auch den entsprechenden Text mitzugeben. Das geht so nicht.

 

Es ist an uns, ihr auszuhelfen. Wir tun das gerne.

Eine Auswahl

Danke für all die Vorschläge und Anregungen.

17.5.2024

Das wird sie nicht tun: 5 ha roden

Das wird sie nicht tun!

Die TIWAG möchte in Vent 5 Hektar Wald roden, teilweise alten Zirbenwaldbestand.

Sie wird hier keine Überleitungsstollen Richtung Gurgl und Richtung Gepatschspeicher sprengen und fräsen. Sie wird an der Venter Ache auch keine Wasserfassung bauen. Sie wird im hinteren Ötztal überhaupt nichts.

Phantasievorstellung der TIWAG in ihrer „Umweltverträglichkeitserklärung Ausbau Kraftwerk Kaunertal“

„Es kommt zu …“

Nein, es kommt nicht zu.

16.5.2024

Lügengeschichte der TIWAG in Sachen Flussregenpfeifer

Wie die TIWAG dem ORF
eine Lügengeschichte angedreht hat

Die TIWAG versucht damit anzugeben, was sie als Ausgleichsmaßnahme für die Verwüstungen im Kühtai doch in den Rietzer Innauen für tolle Renaturierungsmaßnahmen gesetzt hat. Erstens sind ihr diese gegen ihren Willen vom Bundesverwaltungsgericht aufgezwungen worden und zweitens ist die Geschichte, die sie jetzt groß verbreitet, faul.

 

Es ist ihr aber gelungen, sie dem ORF unterzujubeln.

Tirol heute, 4. Mai 2024

TIWAG und Ökologe ist an sich schon eine Traumpaarung, ungefähr so wie Faust und Auge.

 

Und es stellt sich die Frage:

Hat die TIWAG den Flussregenpfeifer und den Flussuferläufer an den Inn bei Rietz gebracht?

Nein!

Bereits seit über 30 Jahren sind regelmäßige Brutvorkommen des Flussuferläufers in den Rietzer Innauen belegt. Und mindestens seit 2007 sind auch Brutreviere des Flussregenpfeifers dort dokumentiert.

(Landmann, A _2010_Erweiterung SSG Rietzer & Mieminger Innauen)

 

Auch hier: Der TIWAG ist kein Wort zu glauben.

15.5.2024

Die Wasserfassungen im Ötztal sind weg!

Oha!
Die Wasserfassungen im Ötztal sind weg!

Die TIWAG hat dieser Tage das halbe Oberland mit einem Postwurf in Sachen Kaunertal beglückt. Beglückt ist, was das Ötztal betrifft, sogar wörtlich zu nehmen. Während in diesem Folder alle geplanten neuen Anlagenteile „zur Erweiterung Kaunertal“ angeführt sind, vom Pumpspeicherkraftwerk Versetz über den Speicher Platzertal bis zum Kraftwerk Prutz 2, fehlen jetzt – unser Widerstand trägt offenbar Früchte – die Wasserfassungen an der Gurgler und an der Venter Ache komplett.

Platz, diese einzuzeichnen, wäre auf dem Papier, wie man sieht, mehr als genug gewesen.

Kein Fake, sondern der Original-Postwurf der TIWAG von Anfang Mai 2024. Die große Leerstelle (Pfeil) sieht aus, als wäre hier vor dem Druck noch schnell etwas herausretouchiert worden.

Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Beim nächsten Infoblatt der TIWAG fällt dann auch noch die damit nutzlos gewordene Überleitung und der Platzertal-Speicher.

14.5.2024

Ernste Warnung an die Haimingerinnen und Haiminger

Ernste Warnung an die Haimingerinnen und Haiminger!

Durch die Ausleitung des oberen Inn für das GKI-Kraftwerk der TIWAG in Prutz ist eine ganze Reihe von Trinkwasserquellen im Raum Ried ganz oder teilweise ausgeblieben.

Jetzt möchte die TIWAG die Gemeinde Ried mit einer lächerlichen Einmalzahlung für etwas „entschädigen“, wofür dieses Geld niemals eine Entschädigung sein kann.

 

Was im Oberen Gericht passiert ist und passiert, ist ein mahnendes Beispiel für die Gemeinde Haiming, deren wichtigste Trinkwasserreserve das Tschirgantmassiv ist, durch das die TIWAG den Inn ausleiten möchte.

13.5.2024

Die leeren Hände der TIWAG

Die TIWAG hat auf das Wasser aus dem Ötztal spekuliert

Sie bekommt es aber nicht.

 

Jetzt steht sie mit leeren Händen da. Wie sie selber zugeben muss.

Ganzseitige Anzeige in der Tiroler Tageszeitung, 7. Mai 2024

12.5.2024

Berichtigung Wasserrechte

Eine Berichtigung

Kürzlich habe ich hier behauptet, dass die TIWAG, wenn sie die Wasserrechte an der Venter und der Gurgler Ache bekäme, diese nach 90 Jahren, also um 2115 auslaufen würden.

Entschuldigung, das war leider zu kurz gedacht.

 

Die TIWAG denkt da weiter. Sie würde, wem immer sie dann gehören wird, gleich um eine Verlängerung ansuchen. Das hat sie in ihrer „Umweltverträglichkeitserklärung“, die von A-Z natürlich eine Umweltunverträglichkeitserklärung ist, uns schon einmal unumwunden angedroht.

11.5.2024

Die zerstörte Idylle von Gries

Die Zerstörung einer Idylle

Davon war nie die Rede.

 

Die Rede war immer davon, dass die Ableitung der Grieser Bäche Winnebach, Schranbach und Fischbach ins Kühtai ein Hochwasserschutz für Gries sein werde.

 

Die Wahrheit ist: Weil das verbleibende Restwasser aus dem Sulztal das Geschiebe nicht mehr talauswärts wird transportieren können, musste die TIWAG ein gigantisches Auffangbecken vor der äußerst gefährdeten Ortschaft Gries errichten. Von diesem gewaltigen Landschaftsfraß, Kulturlandschaftsfraß, war in den Informationsblättern der TIWAG („Geschätzte Grieserinnen und Grieser!“) nie die Rede.

 

Und so wurde den ganzen Winter über dort gefuhrwerkt, dass es eine helle Freude war. Für die Baufirmen. Sechs, sieben Bagger zeitweise, LKWs und Muldenkipper ohne Ende.

Versprochen hatte die TIWAG in einer prächtigen 28-seitigen „Informationsbroschüre für Längenfeld“:

„Die Landschaft als attraktive Kulisse für die Erholungsnutzung im Sulztal bleibt trotz des Vorhabens intakt. (…) Der Landschaftsraum, das Hauptkapital des Tourismus im Sulztal verliert durch die Wasserfassungen und Anlagenteile der TIWAG nicht an Attraktivität.“

Usw. usw.

 

Und nun klafft am Fischbach eine hunderte Meter lange sogenannte Ausschotterungstrecke. Das Geschiebeablagerungsbecken selbst ist an der weitesten Stelle wohl über hundert Meter breit.

Genau dasselbe würde in Gurgl und in Vent drohen, auch wenn die TIWAG hinterhältigerweise nirgendwo davon spricht. Nein, nicht dasselbe, sondern angesichts der beiden viel größeren Gletscherbäche mit ungleich mehr Geschiebe noch weit monströsere Auffangbecken.

10.5.2024

Kaunertal: heute – damals

Das Kaunertal

„Das Kaunertal zieht sich zuerst östlich, dann lang und gerade südlich hinein zum größten Gletscher der Ötztaler Alpen, dem Gepatschferner. Der durch kühngeformte Gipfelbauten ausgezeichnete Kaunergrat und der wilde Glockenturm begleiten das Tal und scheiden es vom Pitz- und Oberinntal. (…) Über jähen, von dunklen Zirben bestandenen Talwänden erheben sich die wildesten Urgesteinsgipfel der Tiroler Berge und den Talgrund schließt der weiße Wall des Gepatschferners. Für Wanderer und Bergsteiger ist das Kaunertal von großer Bedeutung.“

 

Hermann Delago, „Ötztal, Pitztal, Kaunertal“ Innsbruck 1939

Kaunertal, April 2024

9.5.2024

Den Platzerbach möchte die TIWAG auch einkassieren

Auch den Platzerbach möchte die TIWAG kassieren

Nicht genug damit, dass die TIWAG die Gurgler Ache und die Venter Ache plündern und (damit) das Platzertal unter Wasser setzen möchte, sie würde auch noch gerne den Platzerbach kapern, weil dieser halt auch noch nutzbare 8 Millionen m³ Wasser pro Jahr liefern könnte. 

 

Um den Schein eines Platzerbaches unterhalb des Damms zu inszenieren, den es dort ja nicht mehr gäbe (siehe oben), hat sich die TIWAG etwas Wahnwitziges einfallen lassen und in die Einreichpläne geschrieben.  

 

Sie möchte sich ganz hinten im Tal auf 2520 m Meereshöhe einen kleinen Zubringer zum Platzerbach schnappen, den Öbgrubenbach (die Einheimischen nennen ihn Oeggrubenbach), ihn verrohren und 1700 Meter weit den Hang entlang heraus bis zum Dammfuß leiten, wo er freigelassen würde und von dort an dann Platzerbach spielen sollte.

Hinteres Platzertal: Der Platzerbach mit allen seitlichen Zubringern talauswärts würde in den Kraftwerksspeicher münden, nur der Oeggrubenbach würde abgefangen, um den Stausee herumgeführt und unterhalb des Dammes ins leere Bachbett des ehemaligen Platzerbaches eingeleitet. Ein Schönheitswasser. Kosmetik fürs Auge. „Platzebo“.

Der Oeggrubenbach wird derzeit noch von einem Minigletscher gespeist, den es in zehn, höchsten fünfzehn Jahren nicht mehr geben wird.

Und der einkassierte Platzerbach, der derzeit noch vereinigt mit dem Tösner Berglerbach bei Tösens in den durch die GKI-Ausleitung jetzt schon arg ausgehungerten Inn mündet, würde dort auch fehlen.

8.5.2024

Kühtai und die Altlast Cross Border Lieasing

Kühtai und die Altlast Cross Border Leasing

Im Kühtai wird wie verrückt gebaut. Eine neue Oberstufe für die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz. Jene Altanlage, an der immer noch der US-Versicherungskonzern John Hancock 43,4 Prozent hält.

Der Cross Border Leasing Vertrag, 2001 von der TIWAG ebenso leichtfertig wie habgierig mit den Amerikanern abgeschlossen, läuft noch bis 2095. In diesem Vertrag hat die TIWAG dem US-Konzern knapp die Hälfte des Sachanlagevermögens von Sellrain-Silz in wirtschaftliches Eigentum übertragen und dafür eine Stange Geld und ein langfristiges Nutzungsrecht erhalten.

 

Der TIWAG ist es bis heute nicht gelungen, den aberwitzigen Deal aufzulösen. Die Amis wollen nicht. Dementsprechend steht Hancock mit den für Sellrain-Silz in den USA eingerichteten Trusts JH Hydro Trust One und JH Hydro Trust Two immer noch im Grundbuch.  

Hinter der scheinbar harmlosen Dienstbarkeit im Kühtai steckt mehr:

„Diese Rechtseinräumung der TIWAG erfolgt zu Gunsten des Dienstbarkeitnehmers zum Zweck der Ausübung der diesem am Kraftwerk Sellrain-Silz eingeräumten Rechte.“ (Dienstbarkeitsvertrag)

 

Und so hängt diese eingegangene Beteiligung der Amerikaner wie eine riesige dunkle Wolke über dem Kühtai und dem jetzigen Ausbau. Es sieht nicht danach aus, als würde sie sich bald verziehen.

7.5.2024

Die TIWAG feiert ausgelassen

Die TIWAG feiert ausgelassen

Ausgelassen bejubelt die TIWAG jetzt in einem 172-Seiten-Buch voller Selbstgefälligkeit sich selbst und ihre Geschichte. Ausgelassen hat sie dabei aber wichtige Fakten.

 

Beispiele:

6.5.2024